Die Bienen

Seit fast vier Jahrzehnten leben die Bienen bei der MOTTE und sind fester Bestandteil des urbanen Ökosystems. Von hier aus starten sie ihre Flüge über die Dächer der Stadt hinweg zu ihren Nektarquellen. Die MOTTE-Bienen legen mehr als drei Kilometer zurück und erreichen das Elbufer ebenso wie die Villenviertel in Othmarschen und St. Pauli. Am liebsten jedoch bedienen sie sich im benachbarten MOTTE Naschgarten. Seit Bestehen der Imkerei hat es keine nennenswerten Konflikte mit Anwohnerinnen und Anwohnern gegeben. Im Gegenteil: Die Bienenhaltung ruft Erstaunen, Faszination und Begeisterung hervor. Von dieser Begeisterung profitieren auch die zahlreichen Wildbienenarten in der Nachbarschaft. Immer wieder nisten Hummeln und Hornissen auf dem MOTTE Hühnerhof. Wildbienenhotels bieten vielen weiteren Arten Nistplätze und Schutz. Die Stadt bietet den Bienen ein reichhaltiges und kontinuierliches Blütenangebot. Während in ländlichen Regionen oft großflächige Monokulturen dominieren, zeichnet sich die Stadt durch eine beeindruckende Pflanzenvielfalt aus. Untersuchungen zeigen zudem, dass Stadthonig häufig weniger belastet ist als Honig aus landwirtschaftlich geprägten Gebieten, da hier deutlich weniger Pestizide eingesetzt werden. Nicht der maximale Honigertrag steht bei unserer Bienenhaltung im Vordergrund, sondern das Imkern im Einklang mit den Bedürfnissen der Bienen. Honig lässt sich problemlos importieren, die Bestäubungsleistung vor Ort jedoch nicht. Gerade sie ist essenziell für den Erhalt unserer Artenvielfalt und für ertragreiche Ernten.